Bundesfeier mit Postenlauf und (k)einer Ansprache (Text und Bilder von Marianne Näf-Bräker)

Viele Familien legten auf dem Weg zum Festplatz den Parcours mit einem Dutzend Fragen zu ihrem Dorf zurück. Bei der Scheune von Familie Müller, oberhalb des Dorfes, wartete die Männerriege mit einer gut organisierten Festwirtschaft. Die Musikgesellschaft Gächlingen brachte die zahlreichen Besucher in festliche Stimmung.
Zum Festakt begrüsste der Präsident der Männerriege, Christian Gysel, die anwesenden Gächlinger und gab dem Festredner André Bachmann das Wort. Dieser liess zuerst eine Wäscheleine spannen und daran den Titel „eine Ansprache“ aufhängen. Nachdem er informiert hatte, was nach seinen Nachforschungen in eine typische 1. August-Ansprache gehört, entschied er sich, einen anderen Weg zu wählen.  Der Buchtitel „Whatever you think, think the opposite“ inspirierte ihn, das Gegenteil zu tun und eben keine Ansprache zu halten. Darin könne er sagen, was er wolle und niemand könne ihn darauf behaften. So nahm er persönlich Stellung zu Statements über Gächlingen und machte als Gemeindepräsident den Einwohnern Mut, selber einmal das Gegenteil zu denken oder zu tun.
Beim Eindunkeln wurde das gut sichtbare Höhenfeuer beim alten Reservoir entzündet, zu dem sich die Kinder mit ihren Lampions aufmachten.