Gächlingen im Chilbi-Fieber

Am letzten Wochenende trafen sich Familien aus Gächlingen und der ganzen Region auf dem Chilbiplatz. Das Angebot und das Wetter

brachten gute Stimmung. (Bilder und Text von Marianne Näf-Bräker)

 

„Despacito!“ riefen die Kinder auf der Schifflischaukel und versuchten möglichst hoch in den Nachthimmel zu schwingen. Am Samstagabend war bereits Hochbetrieb auf der Chilbiwiese mitten im Dorf. Im Festzelt sassen die Besucher noch lange bei Getränken, Chilbispiessen und Wurst zusammen. Die Confiserie Guggenbühl, die in diesem Jahr zum ersten Mal dabei war, schloss den Laden ihres Holzhäuschens erst gegen 22 Uhr. „Uns gefällt es hier, es ist so friedlich“, meinte Erika Winkler, die Zuckerwatte, Magenbrot, gebrannte Mandeln und bunte Schleckstengel im Angebot hatte. Wer mit etwas Glück am richtigen Faden zog, konnte sich bei ihr auch ein Spielzeug fischen.

 

Was die Kirche am Leben erhält

 

Der Chilbi-Sonntag begann mit dem Gottesdienst in der Kirche. Schliesslich ist Chilbi „Kirchweih“. Pfarrer Lukas Huber erinnerte die zahlreichen Besucher daran, dass die St. Jakobs-Kirche in Gächlingen vor 172 Jahren gebaut und eingeweiht wurde. Der Kirchenraum hat sich seither verändert, aber auch die Menschen, die dort Gottesdienste feiern. Was hält denn eigentlich unsere Kirche zusammen? Mit den Begriffen „Believing, Belonging, Behaving“ erklärte er, dass in der Kirche der Glaube, die Gemeinschaft und das Verhalten nach den biblischen Werten wichtig sind. Manchmal hat das eine mehr Gewicht als das andere. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikgesellschaft Gächlingen sehr passend gestaltet. Beim Apéro unter den Nussbäumen auf dem Chilbiplatz gaben die Musikanten ein Frühschoppenkonzert.
Beim Bungee-Trampolin standen die Kinder inzwischen bereits Schlange, um sich den Traum vom Fliegen zu erfüllen. Das Gumpischloss mit Rutschbahn, das Fallbrett und die Rennbahn mit Fahrzeugen in allen Grössen haben auch nach einigen Jahren nicht an Beliebtheit verloren. Am Schminktisch der Kindertagesstätte „Spatzenescht“ bekamen kleine und grössere Gächlingerinnen für einen Tag ein Katzen- oder Hundegesicht oder schmückten sich mit Ornamenten auf den Armen. Am Kuchenstand der Jungschar gab es hausgemachte Kuchen und Torten, die den Aufenthalt in der Festwirtschaft versüssten. Das vierköpfige OK war fast pausenlos auf den Beinen und wurde durch die zufriedenen Gesichter für seinen Grosseinsatz entschädigt.

 

   Und so spielte die Musikgesellschaft zur Chilbi (Video von Werner Näf)