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Gächlingen zeigt sein «Dihaam»

Trotz nass-kaltem Wetter fanden zahlreiche Besucher den Weg zum Gächlinger Herbstfest und fühlten sich «Dihaam».

Gächlingen   Bereits am Samstagabend stimmte sich Gächlingen auf das Herbstfest unter dem Motto «Dihaam» ein. Der Gemischte Chor verwöhnte seine Gäste im Raclette-Keller und die Musikgesellschaft Gächlingen lud im fast voll besetzten Festzelt zum Blasmusikabend. Für Stimmung sorgte hier Christoph Gleichauf und seine Blaskapelle «Keine Stille Stunde».

 

Gottendienst und Frühschoppenkonzert

Bezug zum Herbstfestmotto «Dihaam» nahm am Sonntag der ökumenische Festtagsgottesdienst mit Marie-Josê Otten von der katholischen Kirche und Pfarrer Werner Näf von der evangelischen Kirche im Festzelt. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch die Musikgesellschaft Gächlingen. Das nachfolgende Frühschoppenkonzert der Musikgesellschaft Gächlingen war dann der eigentliche Auftakt zum Festbetrieb mit verschieden Ständen, Ausstellungen, Attraktionen und Vereinsbeizli.

«Dihaam» mit Ausstellung und Vorführungen

Das «Dihaam» zeigte sich dann den zahlreichen Besuchern von ganz verschiedenen Seiten. So wurde Interessierten die typisch schweizerische Sportart, das Hornussen, erklärt. Ein Alphornbauer aus dem Berner Oberland zeigte nicht nur das Material zum Bau eines Alphorns, sondern brachte auch feinsten Alpkäse von sich «Dihaam» zum Probieren und Kaufen mit. Mit dem diesjährigen Motto brachte beispielsweise die Firma Gasser Haustechnik aus Gächlingen ihre Dienstleistungen und Angebote mit dem Slogan – «dihaam bruchts Wasser, mir macheds!» – dem Publikum näher. Für ältere Kinder wie für Erwachsene war das vom Organisationskomitee hergestellte Kantonspuzzle eine knifflige Herausforderung. Jede Gemeinde des Kantons Schaffhausen musste am richtigen Ort platziert werden.

Ein besonderer Hingucker waren die Vorführungen am Gemeindehausbrunnen. Da kam das «Dihaam»-Gefühl wirklich auf. Da spielte das Trio Albisgruess mit Handorgel und Bass lüpfige Ländlermusik und die Volkstanzgruppe Klettgau zeigte dazu ihr Können. Besondere Sympathie hatten beim Publikum die Jungschwinger des Schwingverbands Schaffhausen. Hier zeigten Buben wie Mädchen ihre Griffe und Schwünge im Sägemehl. Das Alphornwerk liess das «Dihaam-Gefühl» mit ihren Klängen so richtig hochkommen und der Fahnenschwinger zeigte dazu sein Können. Sogar ein symbolisches 1. August Feuer zeigten die beim Gemeindehausbrunnen aufgestellten Holzstämme. Für Kinder immer wieder ein spezieller Hingucker sind die Tiere. In diesem Jahr zeigten sich Kühe, Schafe, Ziegen und Kälbchen mehr oder weniger «schumsig» oder fotogen. Der Musikverein Bettmaringen marschierte als Gastverein durch das Dorf mit Endziel Festzelt. Hier spielten verschiedene Musikgesellschaften auf und unterhielten das Publikum im vollbesetzten Festzelt.

Wie in jedem Jahr waren die liebevoll geschmückten Dorfbrunnen der Anwohner sehenswert. Das Angebot an Verpflegung war vielfältig. Da konnten die Kinder am Stand der Jungschar Klettgau Schlangenbrot am offenen Feuer braten. Zwischen Raclette über Braten mit Kartoffelsalat oder Fischknusperli, Würste vom Grill oder die im schwimmenden Öl gebackenen Käseschnitten und einigen Leckereien mehr hatten die Besucher die Qual der Wahl. Wie jedes Jahr ist der Stand der Gächlinger Landfrauen die reinste Verführung für das Auge und den Gaumen. Da wurden leckere Brote und Zöpfe, süsse Leckereien wie Rickli, Weinguetzli, Honigtrüffes und vieles Mehr angeboten. Der Besucher konnte sich hier ein Stück «Dihaam» mit nach Hause nehmen.

Rücktritte aus dem OK

Für das OK Herbstfest sind die Vorbereitungen und das Einrichten jeweils ein riesiger Aufwand. Für zwei Mitglieder war nun das diesjährige Herbstfest das letzte, das sie aktiv mitgestaltet haben. Nach 12 Jahren scheidet Peter Bucher aus dem Ok Herbstfest aus. Er war stets für kreative Ideen und handwerkliches Geschick gefragt. Auch OK-Präsidentin Esther Graf wird sich vom aktiven Wirken für das Herbstfest zurückziehen. «Ich war ungefähr 15 Jahre dabei, so genau weiss ich das gar nicht», war ihre Antwort auf die Frage, wie lange sie im OK mitgewirkt habe. Die Arbeit für das Herbstfest habe den beiden Zurücktretenden aber immer Spass bereitet. «Ohne die tolle Unterstützung unzähliger Dorfbewohner wäre aber ein solches Fest gar nicht möglich», ist OK-Präsidentin Esther Graf überzeugt. Sie dankt deshalb allen Dorfbewohnern für das gemeinsame Wirken. Am Ende des Tages nimmt jeder Besucher des Herbstfestes ein Stück «Dihaam» nach Hause. (erü)

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