Im römischen Legionslager (13.-14. Juni 2014)

Am Freitagmorgen reisten wir Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe mit unserer Lehrerin Frau Hotz und der Schulischen Heilpädagogin Frau Gemperle von Gächlingen nach Windisch. Dort angekommen, stand eine Audio-Tour auf dem Plan. Zuerst erhielten wir Kopfhörer. Nachher reisten wir mit einer Zeitmaschine 2‘000 Jahre in die Vergangenheit, wo uns ein Legionskommandant um Hilfe bat. Er sagte, das Legionslager Vindonissa sei in Gefahr. Wir erhielten den Auftrag, ein Fläschchen mit heiligem Wasser zu füllen und es nachher dem Wassergott Neptun zu opfern. Das Fläschchen packten wir zusammen mit einem Plan, Spielkarten und dem Römerpass in den Legionärsrucksack und dann ging es in Gruppen los! Auf dem Boden hatte es vor jedem Posten rote Punkte. Wenn wir darauf traten, hörten wir eine kurze Geschichte und danach mussten wir 3 Fragen beantworten und die richtige Antwort freirubbeln. Manchmal hatte es auch Posten unter der Erde, zum Beispiel eine römisches Therme. Dort drinnen war es sehr heiss. Am Ende unserer Tour fanden wir die Stelle mit dem heiligen Wasser. Wir füllten es in unser Fläschchen und leerten es beim letzten Posten in eine riesige Muschel. Das war die Lösung des grossen Orakels.

Nach dieser Tour bezogen wir das Römerlager Contubernia. Wir durften keine Süssigkeiten und Handys mitnehmen. Über unsere Kleider zogen wir eine Tunika an und veränderten auch unsere Namen. Wir setzten an den Enden o, us oder u hinzu, so tönten unsere Namen römisch. Mit dem Legionär Marcus lernten wir marschieren und die Kampftechnik kennen. Mit der Römerin Helvia rüsteten wir Gemüse für Puls, den römischen Eintopf. Mit zwei Steinen mahlten wir Körner zu Mehl, damit wir den Teig für Fladenbrote herstellen konnten. Andere Kinder holten Wasser oder Holz für das Feuer, damit der Eintopf im Kessel über dem Feuer kochen konnte. Das Nachtessen war lecker, man d

urfte sogar Fischsosse probieren, die war zum Essen gut, roch aber nach Katzenfutter.

Am späten Abend machten wir uns bereit für eine gemütliche Geschichtsrunde am Lagerfeuer. Helvia, die Römerin erzählte uns Geschichten über die römischen Frauen. Wir erfuhren, dass die Legionäre erst nach 25 Jahren Dienst heiraten durften. Nachher zeigte uns der Legionär Marcus verschiedene Waffen, Rüstungen, ein Schild und auch ein Kettenhemd. Um 21.30 Uhr mussten wir Zähne putzen. Einige Kinder putzten sie mit Asche, wie die Römer. Das Schlafen auf den harten Strohmatratzen war nicht so bequem und so schliefen viele erst sehr spät ein.

Am nächsten Morgen blies der Legionär Marcus schon um 7 Uhr ins Horn. Wir mussten alle in einer Minute antreten. Dann gab es Kniebeugen und wir mussten für drei Minuten die Arme auf der Schulterhöhe lassen, das war anstrengend. Nachher formten wir Fladenbrote und legten sie auf den Rost über das Feuer. Zum Frühstück gab es heisse Milch und neben den Fladenbroten Honig, Nüsse und Äpfel. Nach dem Römer-Frühstück wurden wir aus dem Legionslager entlassen und besuchten den Workshop „Medicus Legionis - Gesund und fit für den Kaiser“. Wir besuchten das römische Feldlazarett, erfuhren welche Verletzungen Legionäre von Kämpfen und Waffen haben konnten und hörten Geschichten über kranke und verletzte Legionäre und wie sie operiert wurden.

Gesund und fit machten wir uns nach dem Workshop auf die Heimreise. Kurz nachdem der Zug in Windisch abfuhr, waren ein paar Kinder so müde, dass sie einschliefen. Andere waren froh, dass sie dank der Übernachtung im Römerlager noch Süssigkeiten im Rucksack vorfanden und Lara meinte: „Die beiden Tage im Römerlager waren einfach cool!“

Ali, Tom, Lara, Naomi, Thierry, Janik, Justin, Livio, Zoé, Alina, Kay und Livia