Herbstfest Gächlingen   Text und Bilder von Andrea Iten

Tag und Nacht

....feierten die Gächlinger am Sonntag, 6. Oktober ihr Herbestfest 2013. Die Ausstellung führte die vielen Besucher durch die Nacht an verschiedenen Zeitzonen vorbei  in den Tag hinein. Grosse und kleine Uhren zeigten  Abschnitt für Abschnitt  die aktuelle Zeit in den  Grossstädten der  Welt an. So konnte man nachts um drei in Honolulu ein Voll- oder Leermondbier geniessen.

Am Eingang rief der Nachtwächter  „ Hört ihr Leut und lasst euch sagen...“ und der Nachtwandler  über Calgery  führte die Gäste in die Dunkelkammer. Dort galt es in der Dunkelheit sich den Weg zu ertasten und verschiedene Aufgaben zu erfüllen. In Los Angeles erzählte Martin Hofmann witzige Gute Nachtgeschichten und in Chicago drehte sich alles ums Schlafen. In der Morgendämmerung erwarteten die Jäger  die Besucher im Wald und präsentierten die Artenvielfalt der einheimischen Waldtiere und ihre Aufgabe der Hege und Pflege ihres Jagdgebietes.

Bei Sonne und Licht am Tag erwacht die Betriebsamkeit in London, Gächlingen und Moskau. Natürlich wird in der Zeitzone Gächlingen  eine Sonnuhr  gebastelt und in Moskau für den 15 Minuten Turboschlaf während der langen Autofahrt geworben. Während dessen  ziehen Sonne, Mond und Sterne über dem Gemeindehausbrunnen ruhig und stetig  ihre Bahnen. In Kairo setzen sich die Besucher mit dem Thema Schlaflosigkeit, Träume in der Bibel auseinander. In Tokio und Bankok wurden die Besucher in die Geschäftigkeit des Gächlinger Gewerbes geführt. 

Auf der Gemeindehauswiese zeigte die Landwirtschaft verschiedene Tätigkeiten von Hand und mit modernen Maschinen. Mit einem freundlichen „Uf Widerluege. ...  s’nöchst Johr“ verabschiedete sich Gächlingen von seinen Besuchern am Ende der Ausstellung. Die reich verzierten Dorfbrunnen griffen das Thema „Tag und Nacht“ mit Tag- und Nacht Bereitschaftsdienst, Feierabendbier oder spielende Kinder am  Wasser auf. Ein besonderes Bijou ist jedes Jahr der Landfrauenstand mit seinem reichhaltigen Angebot von Gebäcken wie nirgendwo sonst im Klettgau. Neben der Ausstellung zeigten das Gächlinger Gewerbe und die Rebbauern ihre neusten Erzeugnisse und Dienstleistungen und luden gerne zu einem kleinen Schwatz bei einem Glas Gächlinger Wein ein. Wer sich vom festlichen Trubel etwas erholen wollte, genoss eine Pferdekutschenfahrt durch die Gächlinger Rebberge.

Das Menüangebot der Vereinsbeizen wurde von den Gästen lebhaft genutzt, so dass am Abend nichts übrig blieb. Obwohl  vom Himmel zuerst nur Regen fiel, kam mit  den Gästen am Mittag die Sonne und es herrschte den ganzen Tag ein lebhafter Betrieb und die Besucher verweilten bis am Abend in den verschiedenen Beizli. Beim Eindunkeln hiess es dann: Aufräumen, um das Dorf allmählich wieder dem Alltag zu übergeben. Es war ein herrliches Herbstfest und wir freuen uns auf das nächste im Jahr 2014.