Herbstfest Gächlingen   Text und Bilder von Andrea Iten

Schnell, schneller, am schnellsten oder doch lieber langsam

Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen feierten die Gächlinger  temporeich ihr Herbstfest 2014. Eröffnet wurde das Herbstfest mit dem Festtagsgottesdienst auf der Gemeindewiese. Tempo, das diesjährige Thema der Ausstellung, wurde in verschiedensten Variationen dargestellt. Vom PS-trächtige Boliden über den gemütlichen Topolino, den rasanten Motorrädern und den zweispännigen Kutschen konnten die Besucher im Temporausch  schwelgen. Der topmoderne Reisecar stand im Kontrast zur Postkutsche, die, vor über 100 Jahren über den Klausenpass fuhr. Balance im Tempo brauchte es beim Anschieben und wieder Bremsen des Zweierbobs. Ob Slow oder Fast Food, die Besucher konnten wählen, was ihnen zusagte. Tempo in der Natur bedeutet beim Wachstum eines Baumes etwas anderes als bei den Reben. Wo es im Autorennsport um Sekunden geht, rechnet man in der Geologie mit Jahrtausenden oder gar in Jahrmillionen. Zur Überwachung des angemessenen Tempos stand die Polizei bereit und informierte die Besucher über ihre Tätigkeit. Auf grosses Interesse stiess natürlich die Ausstattung des Polizeiautos. Der Temposünder hinter Gitter auf dem Gemeindhausbrunnen konnte das bunte Treiben nur von weitem betrachten. Dafür schaute die Tempolady huldvoll über die Ausstellung, eingehüllt in Tempotaschentücher. Spiele mit viel und wenig Tempo erfreute sowohl die Kinder wie die Erwachsenen. Im Sandkasten vergnügten sich die Kinder mit Fahrzeugen in Kleinformat. Zur Erholung von den temporeichen  Angeboten standen Entschleunigungszonen bereit oder es konnte ein Antistressball gebastelt werden. Das Thema Tempo spiegelte sich natürlich auch in den herrlich geschmückten Brunnen wieder. Auf dem Ankerbrunnen fand ein spannendes Schneckenrennen statt. Im Gegensatz dazu führten Hundesportler mit ihren Hunden temporeiches Agility vor. Dem OK Herbstfest ist es wieder gelungen eine abwechslungsreiche und interessante Ausstelung für Gross und Klein zusammen zu stellen.

Ein besonderes Bijou ist jedes Jahr der Landfrauenstand mit seinem reichhaltigen Angebot von Gebäcken wie nirgendwo sonst im Klettgau. Neben der Ausstellung zeigten das Gächlinger Gewerbe und die Rebbauern ihre neusten Erzeugnisse und Dienstleistungen und luden gerne zu einem kleinen Schwatz bei einem Glas Gächlinger Wein ein. Wer sich vom festlichen Trubel etwas erholen wollte, genoss eine Pferdekutschenfahrt durch die Gächlinger Rebberge.

Das Menüangebot der Vereinsbeizen wurde von den Gästen lebhaft genutzt, so dass am Abend nichts übrig blieb. Den ganzen Tag herrschte ein lebhafter Betrieb und die Besucher verweilten bis am Abend in den verschiedenen Beizli. Beim Eindunkeln hiess es dann: Aufräumen, um das Dorf allmählich wieder dem Alltag zu übergeben. Es war ein herrliches Herbstfest und wir freuen uns auf das nächste im Jahr 2015 A.I

 

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