Frauenriegenreise 10. und 11. August 2013        5-Seen-Wanderung im Pizol

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ext von Marianne Näf    Bilder von Ruth Storrer                                             

Abwechslung in jeder Hinsicht

Die schönste Abwechslung erlebten die Gächlinger Turnerinnen am letzten Wochenende der Schulferien in der Aussicht. Mit jedem Meter, den sie auf dem Weg um die Schwarzen Hörner zurücklegten, änderte sich der Blick nach oben, unten oder in die Ferne. Beim ersten Aufstieg der 5-Seen-Wanderung blickten die zehn Frauen immer wieder zurück auf die Pizolhütte und den Wangsersee. Unterwegs gab es unzähligen Bergblumen zu bestaunen. In der „Lugge“ angekommen, öffnete sich die Sicht auf den Wildsee, der wie ein türkis Edelstein im Geröll eingebettet lag. Darüber klebte ein Rest des Pizolgletschers an den Felsen. Ein ständiges Auf und Ab führte am Schottensee vorbei. Der Fernblick öffnete sich in Richtung Weisstannental und Flumserberge. Über dem Schwarzsee war der höchsten Punkt der fünfstündigen Wanderung erreicht. „Jetzt geht es vor allem bergab, dazwischen nur ein bisschen hinauf – nicht schlimm“, meinte die Reiseleiterin. Diese aufmunternden Worte kamen noch einige Male auf dem weiteren Weg. Alle schafften es, auch am letzten See vorbei zu kommen, egal wie „schlimm“ der letzte Abstieg noch war. Den Blick ins Rheintal und in die Bündner Herrschaft genossen auch die erschöpften Frauen.
Am Samstagvormittag wurde bereits einen Teil des Gepäcks im Berghotel Gaffia deponiert. Dort gab es die erste Abwechslung: der erfahrene Wirt schlug eine Programmänderung vor, nämlich die grosse Tour am Samstag zu machen, weil das Gewitterrisiko am Sonntag zunehme. Diese Änderung erwies sich vor allem für eine Turnerin als grosses Glück. Der Norovirus zwang sie, den zweiten Reisetag im Bett zu verbringen. Das freundliche und hilfsbereite Wirtepaar betreute sie vorbildlich und sorgte dafür, dass sie für die Rückreise wieder einigermassen fit war.

Abwechslung erlebten die neun Wanderfähigen am Sonntag hauptsächlich im Tenuewechsel. Kurzärmlig beim Aufstieg auf den Garmil. Beim Gipfelhalt kam feuchter Nebel auf. Jacken und Pullover wurden montiert. Bald schien wieder die Sonne, so dass auch die Wanderhosen gekürzt werden konnten. Sonnenhut und –brille wurden im Halbstundentakt auf- und abgesetzt. Unterwegs erinnerten sich einige Frauen an die Reise vor elf Jahren, die auch zu den fünf Seen geführt hätte, wenn damals nicht Dauerregen geherrscht hätte. Der zweite Anlauf hat sich gelohnt. Eine gut gelaunte Gruppe kehrte mit abwechslungsreichen Erinnerungen ins Chläggi zurück, wo die hohen Berge weit weg sind.