Bericht von Roland Mezger

Vereinsreise der Männerriege Gächlingen zur Segantinihütte

Samstag, 25. August 2017, 6:11 Uhr. 12 Männerriegler trafen sich im RVSH Bus Nr. 21 für die Fahrt nach Schaffhausen, wo sich auch der letzte Teilnehmer aus Langwiesen zu uns gesellte. Um optimal in den Tag zu starten gab es für einzelne noch kurzfristig ein Frühstück oder zumindest einen Kaffee.

Um 6:47 Uhr ging es im Intercity nach Zürich und weiter nach Chur, bzw. mit der Rhätischen Bahn nach Samedan, Pontresina bis zur Alp Grüm. Beim Umsteigen in Pontresina wurde unser Gepäck vom Hotelbus aufgenommen. Dies erlaubte uns die Wanderung lediglich mit Tagesgepäck durchzuführen – Danke Kurt. Das erste Teilstück bis zum Restaurant Belvedere forderte uns bereits mit einer gehörigen Steigung, belohnte aber mit einem kühlen Getränk und einem grandiosen Blick ins Puschlav und das Piz Palü Massiv. Von oben gut erkennbar die Geleise der Rhätischen Bahn mit relativ kleinen Kurvenradien, was nur aufgrund der schmäleren Spur möglich ist (1‘000 mm anstelle von 1‘435 mm).

Glück im Unglück hatte Hans. Beim Umsteigen in Pontresina verabschiedeten sich gleich­zeitig die Sohlen an beiden Wanderschuhen. Kurzentschlossen zog er seine Freizeit­schuhe an. Ein spezielles Bild: die Männerriege mit Wanderschuhen und ein Teilnehmer mit Sandalen. Glücklicherweise war die Samstagsroute nicht sehr anspruchsvoll was das Schuhwerk anbelangte.

Nur leicht ansteigend führte nun unsere Wanderung zum Lago Bianco, dem Stausee auf dem Berninapass. An der Staumauer sammelte sich die Gruppe wieder und wir wanderten gemeinsam ein paar Minuten weiter bis zur Mittagsrast. Während wir uns aus dem Rucksack verpflegten konnten wir gut die Gewitter­­front beobachten, welche vorbeizog und uns mit vereinzelten Regentropfen beglückte.

Ein Teil der Gruppe startete am Nachmittag früher mit dem Ziel Bergstation Diavolezza auf 2978 m über Meer. Sie wanderten bis zur Talstation und bestiegen dort die Luftseilbahn. Ein Teilnehmer legte den gesamten Weg nach Pontresina zu Fuss zurück, während die restliche Gruppe ebenfalls zur Talstation der Diavolezza Bahn wanderte, dort noch ein wenig die Sonne geniessen konnte, bevor es per Postauto zurück nach Pontresina ging.

Auf der Sonnenterrasse des Sporthotels konnten wir ein wohlverdientes, lokal gebrautes Bier geniessen, bis eine dunkle Regenwolke über dem Hotel den Aufenthalt auf der Terrasse erschwerte. Zwischenzeitlich traf der Einzelwanderer ein und später auch Hans, ausgerüstet mit neuen Schuhen, welche er mit 50% Preisermässigung kurz vor Ladenschluss erworben hatte.

Nun war es an der Zeit die wirklich grossen Zimmer im Sporthotel zu beziehen, uns frisch zu machen und vor dem Abendessen in der Hotel eigenen Bar zu treffen.

Das Abendessen in einer nicht weit entfernten Pizzeria, einem ehemaligen Kuhstall, schmeckte sehr gut und fand in einer speziellen, angenehmen Atmosphäre statt. Besten Dank Kurt für die sehr gute Auswahl des Restaurants und des Weins. Der zum Abschluss von der Pizzeria offerierte Grappa rundete den Abend ab, herzlichen Dank dafür.

Nun ging es zurück ins Hotel um zu schlafen. Unterbrochen wurde die Nachtruhe zeitweise durch Passanten/Fahrzeuge vor dem Hotel oder durch zimmerinterne „Lärmquellen“. Mehr oder weniger ausgeruht trafen wir zeitig am umfangreichen Frühstücksbuffet ein, um das Angebot auszukosten und zu geniessen.

Wieder ausgerüstet mit Tagesgepäck fuhren wir mit der Standseilbahn auf den Muottas Muragel auf 2454 m. Schönes Wetter und eine recht gute Sicht luden zum Verweilen ein bevor wir uns wieder auf den Weg machten. Die Murmeltiere auf beiden Seiten des Weges stiessen ihre Warntöne aus, blieben aber meist sichtbar. Sie sind sich Wanderer gewohnt und liessen sich problemlos aus der Nähe fotografieren.

Während sich fast alle Teilnehmer auf den Weg zur Segantinihütte machten, wanderte der Verfasser des Berichtes über den schönen und meist flachen Panoramaweg um den Schafberg zur Alp Languard. Von dort weiter durch das Languardtal bis zur heimeligen Paradieshütte. Nach und nach trafen die Teilnehmer der Gruppe Segantinihütte ein und wir liessen uns mit Feinem aus der Küche verwöhnen.

Kurz vor 16:00 Uhr verabschiedeten wir uns von der Wirtin Pia und wanderten zur Alp Languard um dort die Sesselbahn nach Pontresina zu nehmen. Leider traf die Regenvorhersage von Samstag zu und während wir an der Bergstation der Sesselbahn eintrafen begann es zu regnen.

Im Sporthotel konnten wir uns umziehen, unser deponiertes Gepäck wieder in Empfang nehmen und um 18:02 Uhr die Rückreise mit der Rhätischen Bahn in Angriff nehmen. Weiter via Samdean nach Chur und danach mit der SBB via Zürich nach Schaffhausen.

Auf der gesamten Reise wurden wir begleitet von Ricos Hündin Keelia, welche ruhig und unaufdringlich mitwanderte.

Müde aber zufrieden trafen wir am späteren Sonntagabend in Gächlingen ein, wo wir uns voneinander verabschiedeten. Ein herzliches Dankeschön an unseren Reiseleiter Kurt. Du hast wieder eine sehr schöne und abwechslungsreiche Reise organisiert. Vielen Dank.

 

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